Management
Editorial

Unter die Haut

Wenn die Haut zum Hindernis wird: Glukosesensoren und Insulinpumpen scheitern oft nicht an der Technik, sondern an Allergien, Klebstoffen und Lipodystrophien. Anhand eines Fallbeispiels und aktueller Studien zeigt Dr. Bernd Liesenfeld, wie Patienten und Ärzte Hautprobleme besser bewältigen können.
Präzisionsdiabetologie

Chancen und Herausforderungen maßgeschneiderter Behandlung

Die Präzisionsdiabetologie zielt darauf ab, die verschiedenen Diabetes-Subtypen besser zu verstehen, um Menschen mit Diabetes oder einem Risiko für die Erkrankungen zu identifizieren und letztendlich eine individuelle, maßgeschneiderte Prävention und Behandlung zu ermöglichen. Wie dieses Ziel erreicht werden kann, war u.a. Thema beim CEDA-Kongress 2026 in Düsseldorf.
News
Adipositas-Therapie

EU erteilt Zulassung für orales Semaglutid (Wegovy)

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für die orale Darreichungsform von Semaglutid unter dem Namen Wegovy erteilt. Das Präparat wird einmal täglich als Tablette mit 25 Milligramm Wirkstoff eingenommen. Nach Angaben des Herstellers Novo Nordisk wird das Präparat voraussichtlich im dritten Quartal 2026 in Deutschland verfügbar sein.
Gleiche Stadt, neuer Standort

Dexcom zieht an den Mainzer Zollhafen

Dexcom hat seinen Mainzer Standort an den Zollhafen verlegt und setzt damit ein Zeichen für weiteres Wachstum. Mit rund 200 Mitarbeitenden und einem neuen CGM-Sensor im Gepäck richtet sich das Unternehmen breiter aus.
diatec

Digitalisierung der Diabetesversorgung

Neue politische Vorgaben erhöhen den Druck auf Kliniken. Der GluCode-Hackathon zeigt, wie interprofessionelle Teams digitale Lösungen entwickeln, um Dokumentation und Versorgung zu verbessern.
Neue Studie

Grenzen der Vergleichbarkeit von CGM-Messdaten

CGM-Systeme gelten als wichtige Grundlage der modernen Diabetestherapie. Eine neue Studie zeigt jedoch deutliche Abweichungen zwischen Geräten derselben Person. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) sieht darin Handlungsbedarf für Standardisierung und künftige digitale DMP‑Strukturen.
Typ‑2‑Diabetes

Erklärbare KI zeigt Veränderungen im Pankreasgewebe

Eine neue Studie liefert erstmals detaillierte Einblicke in die mikroskopischen Veränderungen der Bauchspeicheldrüse bei Typ‑2‑Diabetes. Möglich wird dies durch erklärbare Künstliche Intelligenz (KI), die zeigt, welche Gewebestrukturen für die Diagnose relevant sind und wie sich das zelluläre Umfeld der Langerhans‑Inseln bei der Erkrankung verändert.
Typ‑1‑Diabetes

Teplizumab verzögert Fortschreiten im Stadium 2

Die Autoimmunerkrankung Typ‑1‑Diabetes verläuft fortschreitend in vier Stadien, betrifft Kinder wie Erwachsene und entsteht meist ohne familiäre Vorgeschichte. Teplizumab setzt hier erstmals früher an und verzögert den Übergang in Stadium 3. Entscheidend dafür ist eine flächendeckende Früherkennung.
DDG warnt:

Wachsende digitale Ungleichheit in der Diabetesversorgung

Digitale Anwendungen wie DiGA, CGM und AID verbessern die Diabetesversorgung, erreichen aber nicht alle Betroffenen gleichermaßen. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) warnt vor sozialer Ungleichheit und fordert auf ihrer Jahrespressekonferenz eine gerechte Digitalisierung.
Übersichtsarbeit

Pflegefachpersonal kann ärztliche Aufgaben übernehmen

Ein neuer Cochrane‑Review zeigt: Wenn Pflegefachpersonen klar definierte ärztliche Aufgaben im Krankenhaus übernehmen, unterscheiden sich klinische Ergebnisse kaum. Die Daten weisen auf sichere Versorgungsmodelle hin. Ihre Übertragbarkeit auf Deutschland bleibt jedoch begrenzt.
Studie

Gewebespezifische genetische Treiber des Typ‑2‑Diabetes

Ein internationales Team unter Leitung von Helmholtz Munich hat Millionen genetischer Datensätze ausgewertet und zeigt: Viele relevante Mechanismen des Typ‑2‑Diabetes liegen in gewebespezifischen Prozessen verborgen und bleiben in Blutanalysen unsichtbar.
diatec

Technologie-Update zum Jahresende

Der Markt für CGM und AID beschleunigt: neue Sensoren, Patchpumpen, Apps und bessere Erstattung erhöhen Verfügbarkeit und Wahlfreiheit. Gleichzeitig wachsen Anforderungen an Sicherheit, Akzeptanz und Schulung – die Diabetologie steht vor komplexer Betreuung.
Editorial

Hand und Fuß

Diabetischen Folgeerkrankungen an den Füßen der Diabetes-Patienten wird hoffentlich besonderes Augenmerk geschenkt. Die Hände werden leider oft vergessen bei den Untersuchungen. Dr. Bernd Liesenfeld sagt, warum man mehr darauf achten sollte.
POInT-Studie

Wichtiger Fortschritt für personalisierte Typ-1-Diabetes-Prä...

Erste Ergebnisse der POInT-Studie zeigen: Die Wirksamkeit einer oralen Insulinbehandlung zur Typ-1-Diabetes-Prävention hängt von der individuellen Insulin-Genvariante ab. Diese neuen, im Fachmagazin The Lancet publizierten Erkenntnisse sind laut der beteiligten Forschenden ein Meilenstein für personalisierte Therapieansätze.
Kohortenstudie

Neue Daten zum kardiovaskulären Risiko bei Diabetes

Eine Landesweite Datenanalyse aus Schweden mit über 400.000 Patientinnen und Patienten zeigt altersabhängige Unterschiede beim kardiovaskulären Risiko bei Diabetes. Experten der Stiftung DHG fordern mehr Prävention und Patientenaufklärung sowie eine intensivierte interdisziplinäre Versorgung.
Evidenz im Überblick

Intervallfasten, Low Carb oder Vegan bei Diabetes

Welche Ernährungsform ist bei Diabetes mellitus am besten geeignet? Anlässlich des Welternährungstags am 16. Oktober hat das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ) die wissenschaftliche Datenlage zu populären Ernährungstrends analysiert. Im Fokus: Intervallfasten, kohlenhydratreduzierte Kost (Low Carb) und vegane Ernährung.
Neue Studien

Saubere Luft senkt Diabetes- und Hypertonie-Risiko bei Kinde...

Zwei Studien des Bremer Leibniz-Instituts BIPS zeigen erstmals: Schlechte Luftqualität erhöht bei Kindern Blutdruck und Diabetes-Risikomarker. Mithilfe kausaler Inferenz konnten direkte Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge aus Beobachtungsdaten nachgewiesen werden.
Neue Studie

Zuckerhaltige Getränke wirken auf Psyche über Darmmikrobiom

Eine neue Studie unter Beteiligung des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) zeigt, dass zuckerhaltige Getränke nicht nur metabolische, sondern auch psychische Gesundheit beeinträchtigen können – insbesondere bei Frauen. Der Effekt scheint über das empfindliche Mikrobiom des Darms vermittelt zu werden.